Nähen // Endlich mal ein cooler Brotkorb

Nähen // DIY-Brotkorb

Schonmal einen Brotkorb gesehen, der ein richtiges Highlight auf dem Frühstückstisch war? Ich leider nicht. Bis ich in einer älteren Ausgabe des deli Magazins (01/2016) auf die Anleitung für Brotkörbe der besonderen Art stieß. Farbenfroh, frühlingshaft und easy – das wollte ich nachmachen!
Der Plan, das Projekt rechtzeitig vor Ostern – und nicht so last minute wie unser Adventskranz-DIY – online zu stellen, ist leider gescheitert. Ein Glück, dass Brotkörbe an keine Jahreszeit gebunden sind. Schließlich sind sie fast unerlässlich, wenn man sich sonntags gerne mal Aufbackbrötchen in den Ofen schiebt. Oder wenn Gäste kommen und man neben der riesigen Papiertüte vom Bäcker kaum noch Platz für das XL-Nutellaglas hat. Ich finde: Ein Brotkorb gehört in jeden gut sortierten Haushalt. Nur schön sollte er sein.
Et voilà:

Nähen // DIY-Brotkorb

Die Utensilien

  • ca. 8 Meter Polyesterseil in 6-7mm Stärke (Gibt’s als Meterware im Baumarkt, aber auch oft in Ein-Euro-Läden)
  • ca. 15 Meter Baumwollkordel in 5mm Stärke (Gibts im Kurzwarengeschäft, ich habe sie jedoch bei Ebay direkt in 6 Farben gekauft)
  • Knalliges Nähgarn
  • und nicht zu vergessen: eine Nähmaschine

Nähen // DIY-Brotkorb

Die Step-by-Step-Anleitung

Stelle bei deiner Nähmaschine einen Zickzack-Stich ein. Achte darauf, dass die Fadenspannung nicht zu stark ist, da der Faden beim Nähen durch Seil und Kordel mehr beansprucht wird als wenn du dünnen Stoff bearbeitest.

Der Boden:
1. Lege das Seil zu einer kleinen Schnecke und nähe diese fest. Hier geht es nicht um Schönheit, sondern erstmal darum, einen Anfang zu haben. Da das Polyesterseil ziemlich glatt ist, rutscht es schnell durch die Finger. Wenn du die kleine Schnecke festgenäht hast, geht der Rest leichter von der Hand.
2. Nähe das Seil kreisförmig um die Schnecke herum, bis die gewünschte Bodengröße erreicht ist. Sei behutsam und setze lieber mehrmals neu an, weil man sehr genau darauf achten muss, dass sich die Seile auch miteinander verbinden. Manchmal verhakt sich auch der Faden. Schau dir am Ende einfach an, welche Seite des Bodens schöner ist und lass diese nach oben zeigen.
Kleiner Hinweis am Rande: Meine Nähmaschine hat zwischendurch echt schlimm gerattert! Was aber daran liegen könnte, dass das Seil des ersten Brotkorbes dicker war als hier angegeben… Beim zweiten Modell – und dünnerem Seil – hörte sich das wieder besser an.

Die Seiten:
3. Lege die Kordel in der Farbe deiner Wahl an die Außenseite des Bodens an und beginne sie – weiterhin im Zickzack-Stich – anzunähen.
4. Wenn du ein paar Zentimeter geschafft hast, nimm den Boden und halte ihn vertikal zur Nähmaschine, denn sonst vergrößert sich nur die Bodenfläche.
5. Wenn du die gewünschte Breite einer Kordelfarbe genäht hast, leg eine andere an und mach weiter, bis du der Meinung bist, dass all deine Sonntagsbrötchen in den Brotkorb passen. Falls du vorhast, den Korb am Rand einmal umzuschlagen – wie in meinem Beispiel – musst du diesen Teil natürlich mit einrechnen.

Und hier die passenden Fotos zur Anleitung:

Meine persönlichen Tipps

  • Variiere mit den Garnfarben, denn nachdem ich in den letzten Tagen 3 Körbe genäht habe, kann ich sagen: Das sieht viel schöner aus!
    Bestenfalls finden sich die Farben des Garns in der Kordel wieder. Aber bitte nicht Ton-in-Ton, sondern lieber gemischt, z. B. gelbes Garn auf oranger Kordel, oranges Garn auf pinker Kordel usw.
  • Mein erster Brotkorb ist nach oben hin immer schmaler geworden – was nicht so cool aussah, weil man ihn dann nicht mehr umschlagen konnte. Der Grund: Ich habe die Kordel beim Rundherum-Nähen immer fest gespannt und daher natürlich den Radius verkleinert. Um das zu vermeiden, musst du drauf achten, die Kordeln beim Zusammennähen lockerer zu lassen. Klar passiert es mal, dass dann eine kleine Lücke entsteht. Das ist aber gar nicht schlimm und gehört zu einem echten „Handmade Brotkorb“ eben dazu. 😉

Ein Korb, viele Nutzungsarten

Nähen // DIY-Brotkorb

Nähen // DIY-Brotkorb

Nähen // DIY-Brotkorb

In diesem Sinne: Frohe Ostern und eine fröhliche Eiersuche!

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